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- Marktanteile
BrowserWer die im WWW angebotenen
Inhalte betrachten möchte,
braucht dafür ein bestimmtes Programm. Bekannteste Vertreter dieser Sparte
sind Netscape und der Microsoft Explorer. Zu Unrecht weniger bekannt ist
Opera. Zwar kostet dieses Programm ein wenig Geld, aber dafür hat es
gegenüber Netscape und dem Explorer den Vorteil, wesentlich weniger
Ressourcen zu verbrauchen und sich zum Teil auch besser an die Standards zu
halten. Besonders spartanischen Zeitgenossen empfiehlt sich lynx. Lynx
arbeitet komplett textbasiert. Der Klarheit halber: Keine bunten
Bildchen. Dafür ist lynx äußerst kompakt und schnell. Wer also kein
hektisches Geblinke auf dem Bildschirm braucht, wird lynx mögen.
WWWWorld Wide Web, kurz: Die
bunte Klötzchenwelt, die man unter der Bezeichnung `
Internet' aus dem Fernsehen kennt. Siehe auch
BetriebssystemWenn man einen
Computer anschaltet, lautet dessen Startmeldung mitnichten
automatisch `starte Windows'. Immerhin aber handelt es sich bei
Windows um eines von mehreren möglichen
Betriebssystemen, also ein Programm, das anderen Programmen Routinen bietet,
die sie zu ihrem Lauf brauchen. Um einen -- hinkenden -- Vergleich zu
ziehen: Das Betriebssystem ist wie der Verwaltungsapparat eines Staates: Es
bietet einen Rahmen, in dem sich dann das eigentliche Leben abspielt. Andere
Betriebssysteme sind beispielsweise MacOS von Apple, OS/2 von IBM, BeOS und
das Open-Source-System Linux.
ProviderEin mit entsprechenden
Programmen und Telefonzugang
ausgestatteter Computer reicht nicht aus, um ins Internet zu kommen. Ein
Provider ist die Firma oder Einrichtung, deren Rechner man anwählen kann,
um `online' zu gehen.
ISPInternet Service Provider. Siehe
auch Provider.
onlinebezeichnet den Zustand, wenn
gerade eine Netzverbindung besteht.
einloggen, LoginDas
Anmelden eines registrierten Benutzers an einen Rechner.
ModemVerbindungsglied zwischen Computer und
Telefonnetz. Eine andere Möglichkeit besteht in einer ISDN-Karte.
ISDNIntegrated Services Digital
Network, ein von der
deutschen Telekom in Deutschland etablierter digitaler Telefonstandard. Für
Internet-Freunde zählt hier vor allem die hohe Übertragungsqualität
und -geschwindigkeit.
bpsBits pro
Sekunde, Maß für
Übertragungsgeschwindigkeit auf dem Netz, wobei ein Bit nichts weiter ist
als entweder 0 oder 1. Um einen Buchstaben zu kodieren, braucht man in der
Regel acht Bit oder ein Byte. Rechnet man die Anzahl der Anschläge auf
einer Schreibmaschinenseite mit ungefähr 1000, ließen sich theoretisch
über eine ISDN-Leitung pro Sekunde 8 Seiten Text übertragen. Allerdings
liegt der tatsächliche Wert in der Regel deutlich darunter. Davon
abgesehen sind bei den heute im Netz üblichen Datenmengen im
Megabyte-Bereich (also Millionen Seiten) Leitungen, die nur im
Kilobyte-Bereich übertagen, deutlich zu langsam.
LANLocal Area Network, ein auf wenige Rechner
beschränktes Netzwerk. Siehe auch WAN.
WANWide Area Network, ein
Rechnerverbund mehrerer weit
voneinander stehender Rechner. Das Internet beispielsweise ist ein WAN.
NetzwerkVerbund mehrerer Rechner,
die untereinander Daten
austauschen. In der Regel geschieht dies durch zwischen den Rechnern
verlegte Kabel, kann aber auch per Funk oder Infrarot geschehen.
SiteEin `Ort' auf dem Netz,
beispielsweise eine
Homepage.
HomepageEin Angebot auf dem WWW
HostRechner, der ein
(Internet-)Angebot vorhählt
surfenscherzhafte Umschreibung eines
mehr oder minder
zielgerichteten Abklapperns von Netzinhalten. Ähnlich wie ein Surfer auch
von Welle zu Welle springt und auf ihr einige Zeit reitet, springt man auf
dem Internet von Angebot zu Angebot. Das Wortspiel lässt sich beliebig
ausreizen.
Emoticonswurden 1979 erstmals
benutzt, um in Textpassagen klar
zu machen, wie diese zu verstehen sind. Hintergrund war, dass
Ironie oder witzige Bemerkungen teilweise unklar formuliert waren und falsch
verstanden wurden. Um nun jede Möglichkeit eines Missverständnisses
auszuräumen, werden entsprechende Passagen inzwischen oft mit Emoticons
gekennzeichnet. Über Sinn und Unsinn eines Hinweises `Achtung, hier
kommt ein Witz' lässt es sich freilich trefflich
streiten. Standard-Emoticons sind das Smiley
:-) oder :) dessen trauriges Pendant :-( sowie diverse
Abwandlungen wie Augenzwinkern ;-) Brillenträger 8-) oder --
für katholische Christen -- der Papst +c:-)
DoS, Denial of ServiceSabotagemethode, einen Internet-Host
durch Überlastung mit Datenbankanfragen auszuschalten. Erlangte besondere
Berühmtheit, als im Februar 2000 mehrere bekannte Unternehmen einer
massiven von vielen Rechnern gleichzeitig gestarteten Attacke erlagen.
EmulatorEin Programm, das eine
Hard- oder Softwareumgebung
simuliert. Beispielsweise gibt es unter Linux Windows-Emulatoren, die unter
Linux eine Windows-Oberfläche vortäuschen und somit ermöglichen,
Windows-Programme unter Linux laufen zu lassen.
kompatibelverträglich, bezieht
sich oft auf die Fähigkeit von Programmen, untereinander Daten
auszutauschen.
proprietärim Besitz von jemandem befindlich. Im
Computer-Jargon unterscheidet man zwischen offenen und proprietären
Dateiformaten. Erstere sind vollständig dokumentiert, so dass jeder in
seinem Programm Im- und Exportmöglichkeiten schaffen kann; letztere
sind Eigenentwicklungen einer Firma, die sorgfältig darauf achtet, nicht
zu viel über den internen Aufbau ihrer Daten bekannt werden zu
lassen. Beispiele für offene Dateiformate sind PostScript, HTML und MP3,
Beispiele für proprietäre Word und Excel.
LagDatenstau im Internet. Tritt auf, wenn wegen
Überlastung
verschiedene Knotenrechner nur noch langsam reagieren.
Ego-ShooterBallerspiel, bei
dem man nicht als externer
Beobachter auf die Szenerie blickt, sondern das Geschehen aus Sicht der
eigenen Spielerfigur sieht.
Open Source, freie SoftwareProgramme deren Quellcode allen
zugänglich ist. Der Code darf nach Belieben geändert und weitergegeben
werden. Herkömmliche Software wird nur in fertig compilierter Form
ausgeliefert. Der Anwender kann nur mit unverhältnismäßig großem
Aufwand die innere Funktionsweise des Programms erfahren.
QuellcodeEin in der Regel der
menschlichen Sprache
angelehnte
Form, ein Programm aufzuschreiben. In dieser Form ist das Programm aber noch
nicht für den Computer ausführbar. Es muss erst vom Compiler übersetzt
werden.
CompilerEin Programm, das den
Quellcode eines Programms in
eine für den Computer verständliche Form umwandelt.
MUDMulti User Dungeon. Allgemeine
Beschreibung eines
Netzwerkspiels, bei dem sich mehrere Spieler gleichzeitig in einem Rechner
einklinken, um dort in einer oft sehr ausgefeilten Phantasiewelt zu
agieren. Viele MUDs präsentieren sich textbasiert, der Spieler bekommt
eine Beschreibung der Situation, in der er sich gerade befindet und gibt
dann über die Tastatur Anweisungen ein, was er machen möchte.
ServerRechner oder Programm, das ein
bestimmtes Angebot
vorhält. Bekannte Beispiele sind Mailserver, bei denen man EMail abholen
kann und Spieleserver, die mehreren Spielern gleichzeitig das Teilnehmen an
einem Spiel ermöglichen.
ClientRechner oder Programm, das auf
eine von einem Server
angebotene Dienstleistung zugreift.
RTFMRead the fucking manual, Anweisung
an lesefaule Anwender,
einen Blick ins Handbuch zu werfen, bevor sie dumme Fragen stellen.
HTHHope this helps, drückt die
Hoffnung aus, dass ein
Tipp weiterhilft.
IIRCIf I remember correctly, wenn ich
mich richtig
erinnere
FYIFor your information, zu
Deiner/Ihrer/Eurer Information.
RFDRequest for Discussion, leitet einen
Text ein, der zur Diskussion gestellt wird.
RFCRequest for Comment, leitet einen
Text ein, der zur
Diskussion gestellt wird. Dieses Kürzel hat traditionell einen hohen Grad
an Verbindlichkeit. Die meisten Vereinbarungen zu Übertragungsprotokollen
und Datenformaten auf dem Internet tragen tief stapelnd diese
Bezeichnung. Deshalb sollte man sich nicht von der Abkürzung täuschen
lassen. Wer ein RFC verfaßt, sollte was zu sagen haben.
IMO, IMHOIn my (humble)
opinion, meiner (unmaßgeblichen) Meinung nach.
FWDForwarded, leitet oft eine
weitergeleitete Nachricht ein.
CUSee you. Abschiedsformel.
LOLLaughing out loud. Kommentar auf eine komische oder als
komisch empfundene Bemerkung.
AFAIKAs far as I know. So weit ich
weiß. Steht häufig bei Auskünften, für die der Verfasser
lieber nicht die Hand ins Feuer legen möchte.
BTWBy the way, zu deutsch: Ach,
übrigens.
FAQFrequently Asked
Questions. Bestimmte Fragen tauchen im
Netz immer wieder auf. Für solche Fälle wurden oftmals Texte
geschrieben, in denen diese Fragen behandelt werden. Vorteile: Anfänger
kommen schnell und ohne große Umwege an die gewünschte Auskunft, und
die Fortgeschrittenen brauchen sich nicht ständig mit den gleichen
Anfängerfragen herumzuschlagen, sondern können sich ausgefalleneren
Fällen widmen. Nachteil: Anfänger sind sich oft zu fein, auch nur die
FAQs zu lesen und stellen ihre Fragen dennoch.
WarezProgramme
zweifelhafter Herkunft oder nicht ganz
legaler Wirkungsweise. Bewusst falsche Schreibweisen englischer Ausdrücke
werden bevorzugt von vorpubertären Möchtegern-Hackern benutzt, um der
Welt zu zeigen, wie unglaublich kewl sie sind. Grundregeln für echte
Freaks:
- verWenDe mögLicHst kRudE gRoß- und kLeINscHreIbuNg.
- ersetze c durch k, o durch 0, i durch 1, oo durch ew, ea durch ee,
ks durch kz oder x, e durch 3, a durch 4: kewl, h0t, freex, l4m3.
- ersetze positiv besetzte Begriffe durch Abwandlungen des Wortes
k3wl, negative durch l4m3.
- Begrabe jede Hoffnung, mit derartigem Gekritzel von irgendeinem Wesen,
das mehr Intelligenz als ein Stück Knäckebrot besitzt, für voll
genommen zu werden.
TIAThanks in advance, Dank im Voraus
ROTFLRolling on the floor laughing,
Kommentar zu einer besonders komischen Bemerkung
BounceKann eine Mail aus
irgendwelchen Gründen nicht
zugestellt werden, erhält der Absender eine Kopie der nicht zustellbaren
Mail mit einer Nachricht zurück, was genau nicht geklappt hat.
Spam,
JunkmailUnerwünschte Werbemails,
Kettenbriefe oder
sonstiger in Massen versendeter Schrott, den keiner haben will
NewbieNeuling
DAUDümmster anzunehmender User, der
Schrecken eines
jeden angehenden Computerkenners. DAUs tauchen in allen Alters- und
Bildungsschichten auf. Der klassische DAU weigert sich beharrlich, auch nur
die Anweisungen zu befolgen, die auf dem Bildschirm stehen. Er weiß selbst nach mehrfachem Erklären nicht, was eine Maus ist und glaubt, er
könne einen Computer durch Drehen am Helligkeitsregler des Monitors
einschalten. DAUs sind der festen Überzeugung, Computerviren
übertrügen sich von Zeitschriftenartikeln auf die Festplatte des
ausgeschalteten Rechners im Nebenraum und murmeln was von
`Millenium-Bug', wenn beim Drucker das Papier alle ist. Klassische
Reservate für DAUs sind die Führungsposten der EDV-Abteilung.
MP3Aufzeichnungformat für Musikdateien.
TCP/IPTransmission Control
Protocol / Internet Protocol,
Datenübertragungsstandard auf dem Internet. Siehe auch
Anhang
.
AOLInternet-Provider für Leute, die
es nicht anders
verdient haben. AOL hält sich nicht an Standards, zwingt seine Kunden zur
Benutzung von künstlich kastrierter Zugangssoftware und empfiehlt ihnen
Handlungsweisen, die bei seriösen Anbietern zum Verlust des Accounts
führen können. Der klassische AOL-Nutzer steht im Ruf, der
personifizierte Netiquette-Verstoß zu sein: Übertriebener Gebrauch von
Großschreibung, Emoticons, Anglizismen, Dollar- und Ausrufezeichen, zu
lange und inhaltsleere Mailsignaturen sowie das ständige Stellen absoluter
DAU-Fragen. Inzwischen hat sich die Situation allerdings geändert. Das
heißt nicht, dass die AOL-Nutzer schlauer geworden sind, sondern
eigentlich nur, dass sie zwischen den zahlreichen von anderen Providern
kommenden anderen Netz-Idioten nicht mehr so auffallen.
AccountZugang zu einem
Computer. Auf Mehrbenutzersystemen
haben die einzelnen registrierten Benutzer jeweils einen Account. Der Zugang
zum Internet geschieht durch das Login auf einen Account des Providers --
um es mal mit möglichst vielen Anglizismen auszudrücken.
VirusProgramm, das sich von Computer
zu Computer ohne
Wissen des Besitzers verbreitet und in der Regel noch eine zerstörerische
Nebenfunktion besitzt. Im Gegensatz zum Wurm existiert ein Virus nicht
eigenständig, sondern hängt sich an vorhandene Programme an
bzw. modifiziert den Bootsektor einer Festplatte oder Diskette (in dem sich
allerdings auch bereits ein Programm zum Starten des Betriebssystems
befinden kann). Siehe auch
.
WurmEin im Gegensatz zum Virus
eigenständiges Programm,
dessen Hauptfunktion allerdings auch in der eigenen Verbreitung
besteht. Besonders prominente Vertreter sind der Morris-Wurm von 1986 und
der VBS / LoveLetter-Wurm aus dem Jahr 2000.
Trojaner, Trojanisches Pferd
Programm, das neben der
offensichtlichen Funktion wie beispielsweise eine Adressenverwaltung noch
eine dem Benutzer nicht bekannte Routine besitzt, die beispielsweise
Passwörter abspeichert. Siehe auch
.
NetiquetteAllgemein anerkannte Verhaltensregeln im
Netz. Siehe auch
.
FlatratePauschaltarif für
Internet- oder Telefonnutzung. Der Begriff wird zeitweise von
verschiedenen Anbietern
missbraucht, um normale Angebote billiger erscheinen zu lassen. Siehe auch
.
HTMLHypertext Markup
Language,
ein vom World Wide Web Consortium (W3C) verabschiedeter Standard
zum Abfassen von WWW-Seiten. Leider wird dieser Standard von
keinem der beliebtesten Browser korrekt umgesetzt. Ursache
hierfür sind unter anderem strategische Überlegungen, durch
eigene Standards Marktpositionen zu sichern.
GIFOft verwendetes Format für
Grafiken. Siehe auch JPEG.
JPEGNeben GIF (siehe auch dort)
oft verwendetes Format für Grafiken. Kurzer Techno-Dummlall: GIF
komprimiert Dateien ohne
Informationsverlust und wird oft für Grafiken mit großer
Flächeneinteilung und klaren Farbkanten verwendet. JPEG komprimiert mit
Informationsverlust, aber in einer Form, die für den Betrachter praktisch
keinen Unterschied macht. JPEG eignet sich besonders für Grafiken mit
langsamen Farbübergängen wie Fotos.
PostScriptEine ursprünglich von
Xerox entwickelte Sprache für Ausgaben auf Laserdruckern, die sich
im Laufe der Jahrzehnte auch außerhalb der Laserdrucker-Welt als
Standard etablieren konnte.
PDFEin als Erweiterung von
PostScript gedachter Seitenbeschreibungsstandard
der Firma Adobe. Erlangte einige Beliebtheit dadurch, dass
PDF-Leseprogramme gratis von Adobe verteilt werden und der Standard
offen gelegt ist. Der Pferdefuß sind
die PDF-Schreibprogramme. Diese sind in der Regel nicht ganz billig.
DownloadDas Laden eines Programms
aus dem Netz.
WAPWireless Application Protocol --
Internet für Handies
ProtokollVereinbarung, wie
zwischen zwei Geräten (im
Fall des Internet meist Computer) Daten ausgetauscht werden. Zum
genaueren Verständnis ist es wichtig, das Protokoll nicht mit den
übertragenen Inhalten zu verwechseln. Insbesondere sind HTML und
HTTP nicht das Selbe. HTML beschreibt, wie eine Seite aussieht. Mit
HTTP unterhalten sich Browser-Client und Server, um diese Seite
anzufordern und abzuliefern.
DeviceEin- oder Ausgabegerät
eines Computers,
beispielsweise Drucker, Bildschirm, Tastatur und Diskettenlaufwerke
PGPPretty good Privacy, ein auf öffentlichen
Schlüsseln (siehe Anhang
) basierendes
Verschlüsselungsprogramm
DESData Encryption Standard, ein
Verschlüsselungsalgorithmus
DOSDisc Operating System, oft als
Kurzform für MS-DOS,
dem Betriebssystemklassiker für PCs, benutzt.
PCengl.: Personal Computer, übersetzt
persönlicher Computer, ein im Gegensatz zum Terminal eigenständig
einsetzbares Gerät. Im Mutterland der Bürokratie wurde daraus
prompt der Personal-Computer.
AlgorithmusBerechnungsvorschrift. Ein
A. klärt auf sehr
abstrakter Ebene, wie ein bestimmtes Problem angegangen werden
kann. Algorithmen können, müssen aber nicht in einer bestimmten
Programmiersprache geschrieben werden. Oft ist die Formulierung in einer
Programmiersprache erst der nächste Schritt.
Cdie Nachfolgerin von -- erraten, B. In
C (bzw. dessen
Nachfolgerin C++) wurden die meisten heute gebräuchlichen Betriebssysteme
geschrieben.
SysOpSystem Operator,
Systemverwalter, unter Unix auch oft
`root' genannt. Um es mit Pitr, einer Figur aus dem im Internet recht
bekannten `
Userfriendly'-Comic
zu sagen:
`Gott, root, wo ist der
Unterschied?' Tiefe Einblicke in das Seelenleben des klassischen
Operateurs bietet der auf dem Netz leicht zu findende `Bastard Operator
from Hell'.
Bits und BytesJournalistendummlall erster Güte, der
meist dann zur Anwendung kommt, wenn mal wieder ein Hochglanzartikel mit
geringem Rechercheaufwand und vielen bunten Bildern fällig
ist. Genausowenig, wie jemand auf die Idee käme, bei Autos über
`Karbone und Benzole' oder, plakativer, über `Millimeter und
Zentimeter' zu schreiben, macht es Sinn, im Zeitalter von
Echtzeit-3D-Animationen und ECommerce die Computerwelt auf die kleinste
mögliche Informationseinheit, eben dem Bit, zusammenzustauchen. Nur ganz
kurz: Ein Bit ist entweder 1 oder 0, acht Bit sind ein Byte, zwei Byte sind
ein Word, zwei Words sind ein Longword oder DWord, 1024 Byte sind ein
Kilobyte, 1024 * 1024 = 1.048.576 Byte sind ein Megabyte,
Byte oder 1024 Megabyte sind ein Gigabyte,
Byte oder 1024 Gigabyte sind ein Terabyte. Und? Was hilft's?
POPPost Office Protocol, wird
benötigt, um Emails von
einem (meist POP-Server genannten) Rechner abzuholen.
SMTPSimple Mail Transfer Protocol,
wird benötigt, um
Emails zu einem (meist SMTP-Host genannten) Rechner zu übertragen.
PluginWegen der großen Zahl der
im Netz verfügbaren
Dateiformate kann ein Browser nicht alle darstellen. Falls er aber auf
irgendein unbekanntes Format stößt, findet er normalerweise auch ein
Erweiterungsprogramm, das dieses Format für ihn lesbar macht, ein Plugin.
CookieViele Homepage-Betreiber
wollen gern mehr von ihren
Besuchern wissen, als diese ihnen ohne weiteres preisgeben. Also veranlassen
sie deren Browser, auf der heimischen Festplatte eine kleine Datei mit
Informationen abzulegen. Beim nächsten Besuch der Seite wird diese Datei
wieder abgerufen. Das klingt zunächst harmlos, bei näherem Hinsehen
entpuppt sich das Ganze aber als ein weiterer Schritt zum gläsernen
Surfer.
Chatein Schwätzchen auf dem
Netz. Näheres siehe
.
Emailelektronische Post. Siehe auch
.
HyperlinkQuerverweise im Netz. Siehe auch
.
virtuellscheinbar, nicht
wirklich. Häufig auch: `Ich
habe zwar keine Ahnung, was dieses Wort bedeutet, aber es klingt so
modern.' Siehe auch
.
SMSShort Message Service, das Verschicken von
Kurznachrichten an Handies. Diverse Seiten im Internet bieten einen solchen
Service an.
Komprimieren oder
PackenWenn in Dateien bestimmte
Sequenzen
immer wieder auftauchen, kann man diese auch abkürzen (beispielsweise `
aaaaaaaaaa' durch `10 a'). Wenn man es raffiniert genug anstellt,
lassen sich so Dateien bis auf ein Drittel ihrer ursprünglichen Größe
stauchen. Allerdings ist diese Form dann nicht mehr ohne weiteres lesbar,
sondern muss erst wieder entpackt werden. Bekannte Packprogramme sind
zip, gz und arj. GIF-Dateien (siehe auch dort) werden
ebenfalls komprimiert gespeichert.
TrafficNetzlast, mit anderen
Worten: Je mehr Daten im Netz
übertragen werden, desto höher ist der Traffic.
CrosspostingDas gleichzeitige Verschicken ein- und
derselben Nachricht in mehrere Newsgroups. Wird im allgemeinen nicht gern
gesehen, weil so die Netzlast ünnötig erhöht wird.
FlameVerbale Eskapaden,
Beschimpfungsorgien. Die Gefahr,
im Netz geflamet zu werden, ist relativ groß, weil man hier gern schnell
und spontan schreibt und sein Gegenüber auch nicht sieht.
Mailbombeist nicht etwa ein
programmtechnisches
Meisterstückchen eines heranwachsenden Hackers, sondern schlicht der
Versuch, den Mailordner seines Opfers entweder durch viele kleine oder eine
große Mail zu verstopfen. Mailbombing gilt als äußerst unfein. Wird
der Verursacher ausfindig gemacht, ist er in der Regel zumindest seinen
Account los.
UploadDas Gegenteil von Download (siehe dort), also
das Speichern vom eigenen Computer ins Netz hinein.
SuchmaschineDer Versuch, in
die gewaltige Anzahl an
Netzinhalten durch Katalogisierung etwas Übersicht zu bekommen. Bekannte
Suchmaschinen sind Lycos, Yahoo und AltaVista. Siehe auch
.
ICQEine Möglichkeit zum Chat (siehe auch
dort). Der Begriff ist ein Wortspiel mit der Aussprache des Kürzels im
Englischen: `I seek you'.
PostingEin Beitrag in einer
Newsgroup. Zur sprachlichen
Klarstellung: Nachrichten, welche direkt zwischen zwei Personen ausgetauscht
werden, sind (E)mails. Nachrichten in Newsgroups sind Postings, keine Mails. Genauso verpönt ist eine Newsgroup als `Brett'zu
bezeichnen. Dieser Begriff stammt noch aus der Aera der Mailboxen und ist
aus sehr feinsinnigen Gründen nicht en vogue. Erlaubt sind Bezeichnungen
wie `Gruppe' oder `Forum'.
PostmasterDer in einer
Einrichtung für die Verwaltung
des Email-Verkehrs zuständige Mensch. Bei ihm kann man sich auch
über Spam-Mails beschweren.
WebmasterDer in einer Einrichtung
für die Verwaltung der
WWW-Seiten zuständige Mensch. An ihn kann man sich wenden, wenn man
allgemeine Anmerkungen zur Webpräsens machen möchte. Der Webmaster ist
nicht für die Emails zuständig.
Script-KiddiesDie mit Abstand
enervierendste Form des
Möchtegern-Hackers. Script-Kiddies wissen nicht wirklich, was sie da
machen, aber sie wissen, wie sie an die bereits vorgefertigten Programme
herankommen, die eine bekannte Sicherheitslücke ausnutzen. Auf dieses
Wissen sind sie unglaublich stolz und geben damit an wie eine Tüte
Mücken. Das einzige, worauf sie noch stolzer sind, ist ihr unglaublich
kewler Hackernae, den sie sich zugelegt haben.
Beta-TesterDie Beta-Version
eines Programms ist eine der
letzten Stufen vor Auslieferung des fertigen Produkts. Hier findet sich ein
Produkt vor, das im Wesentlichen die Eigenschaften der geplanten Endversion
besitzt, allerdings noch mit vielen Fehlern durchsetzt ist. Um diese Fehler
ausfindig zu machen, setzen seriöse Firmen Beta-Tester ein,
deren Aufgabe darin besteht, das Programm unter möglichst vielfältigen
Bedingungen zu untersuchen. Diese Aufgabe erfordert viel Geduld und
gründliches Vorgehen. Sie wird auch entsprechend bezahlt -- oder wurde es
zumindest. Nun gehen Firmen zunehmend dazu über, ihre Beta-Versionen
an Kunden zu verkaufen. Microsoft gibt dies inzwischen wenigstens zu.
Bananensoftwarereift beim
Kunden. Beispiele:
- WinWord2.0 war in der ersten ausgelieferten Version nicht einmal in
der Lage, Texte sauber zu speichern. Es konnte vielmehr vorkommen, dass
beim Speichervorgang die Sicherungskopie zerstört wurde und das
Programm vor dem Speichern des neuen Textes abstürzte. Klammheimlich
schob Microsoft darauf eine Version 2.0a hinterher.
- Seit einiger Zeit gibt es vor Auslieferung einer neuen
Windows-Version eine Phase, in der Microsoft es einer begrenzten
Gemeinde ermöglicht, eine laufzeitbeschränkte Beta-Version zu kaufen
und auftretende Fehler zu melden. Der Kaufpreis für die Beta-Version
wird natürlich nicht auf das fertige Endprodukt angerechnet, und
aufgrund der Laufzeitbeschränkung startet die Beta-Version nach
einigen Wochen einfach nicht mehr.
Siehe auch Beta-Tester.
FeatureitisBesonders Benutzer
von WinWord kennen dieses
Phänomen: In ihrer Version ist eine nette Funktion eingebaut, die zwar ganz
sinnreich ist, aber leider nicht einwandfrei arbeitet. Natürlich hat man
schon mit der Hotline telefoniert und auch das Problem in einer Email der
Firma geschildert. Nun wartet man geduldig auf die nächste Version, in der
dieser Fehler sicherlich behoben wurde.
Er wurde es nicht. Dafür aber glänzt das Progamm mit 30 neuen Funktionen,
wie die Möglichkeit, Buchstaben jetzt auch mit Geruchsattributen zu
versehen oder vom Programm aus auf die Internet-Datenbank mit
südafrikanischem Froschrülpsen zuzugreifen -- absolut unentbehrlich für
die Geschäftskorrespondenz mit Schulze & Partner. Natürlich hat man auch
Verständnis dafür, dass diese wertvollen Verbesserungen einen neuen
Prozessor und eine Verdopplung des RAM-Speicher nötig machen. Auserdem
hat sich das Dateiformat geändert, so dass die Vorgängerversion nicht
mehr die Daten der neuen Version lesen kann, und da man den Sekretärinnen
nie beigebracht bekommt, warum und vor allem wie sie mit der neuen Version im
alten Format speichern, kauft man lieber für alle das neue Programm. Der
Brief an Schulze & Partner wird übrigens seit Word 5.0 für DOS in Times
New Roman, schwarz, 10pt geschrieben.
HubZentraler Verteilerknoten in einem
RJ45-basierten Ethernet
KoaxialkabelKabel mit
zweipoligem rundem Stecker am
Ende. Verwendung für 10MBit Ethernet
twisted pairKabeltyp für
RJ45-basierte Ethernets. Der Name rührt von der verwendeten
Abschirmtechnik, bei der intern jeweils zwei Phasen umeinander
gewunden werden.
RJ45Kabel mit eckigen Steckern,
hauptsächliche Verwendung in 100MBit Ethernets, aber auch 10/20 MBit.
Patchkabelsiehe RJ45
PortZugangskanal. Im Internet virtueller Kanal,
auf dem
ein Rechner angesprochen wird (z.B 23 für telnet und 25 für
sendmail), bei
Hubs physikalisch vorhandene Steckerbuchse.
TerminatorEndstücke, z.B. bei
SCSI und Koaxial-Netzen,
um der Elektronik mitzuteilen, dass keine weiteren Geräte mehr kommen.
ADSLAsymmetrical Digital
Subscriber Line, bis zu 6MBit/s schnelle
Internet-Zugangstechnik über das Telefonnetz. Hierbei wird ein
von ISDN und Sprachtelefonaten nicht genutzer Frequenzbereich für
Datenübertragung verwendet. Im Gegensatz zur
,,symmetrischen`` Variante SDSL ist das Empfangen schneller als das
Senden von Daten.
TDSLADSL-Angebot der Deutschen Telekom
TopologieBei Netzwerken Form der
Vernetzung. Grundsätzliche Formen Stern (von einem Knoten gehen zentral
alle Stränge aus) und Ring (alle Rechner sitzen hintereinander am gleichen
Strang). In diesem Skript wird der Begriff Ring nicht ganz korrekt
eingesetzt, da die Koaxialverkabelung nicht wirklich zu einem Ring
geschlossen ist.
SAMBANetzwerkprotokoll zum
Zusammenschluss von Unix- und Windowsnetzen
GatewayRechner, der ein lokales
Netzwerk mit einem größeren Netz verbindet.
FirewallIm Idealfall ein
Gatewayrechner, der zwei Netze
voneinander trennt und Angriffe auf ein lokales Netzwerk verhindern
soll. Ein Angreifer muss erst den gut abeschotteten Firewall überwinden, um
Zugriff auf das hinter ihm liegende Netzwerk zu bekommen.
P2PPoint-to-Point Netzwerke. Zwei
Computer tauschen via
Internet Daten direkt miteinander aus, ohne sie dabei über einen zentralen
Vermittlungsrechner laufen zu lassen. Bekannte Vertreter von Programmen, die
diese Verbindungsart unterstützen sind Napster und GNUtella. Siehe auch
dort.
NapsterEin P2P-Netzwerk, über
das vorwiegend
MP3-Dateien ausgetauscht wurden. Die Vermittlung der Tauschpartner fand
über einen zentralen Server statt, der eigentliche Austausch direkt
zwischen den entsprechenden Rechnern. Nach einem längeren Rechtsstreit
musste Napster seine bis dahin kostenlose Dienstleistung zugunsten eines
Bezahlmodells aufgeben und bot daraufhin nur noch kopiergeschützte Daten
an. Siehe auch P2P und GNUtella.
GNUtellaEin P2P-Netzwerk, das
ohne zentralen Server
auskommt und seine Daten ähnlich wie die DNS-Netzwerke auf die im Netz
befindlichen Hosts verteilt. Im Gegensatz zu Napster werden hier beliebige
Daten ausgetauscht. Siehe auch P2P und Napster.
GNUGNU's Not Unix, ein Open Source
Projekt, das die
Schaffung eines freien Software-Angebots in erster Linie rund um die
verschiedenen Unix-Derivate, aber auch für Windows und AppleOS zum Ziel
hat. Zusammen mit dem ebenfalls freien, aber unter einem anderen
Lizenzmodell vertriebenen Linux-Kernel bildet GNU-Software die Basis aller
Linux-Distributionen.
DNSDomain Name Service, ein Dienst, der IP-Adressen
Domains, vulgo Computernamen, zuordnet. Wie vieles im Netz ist auch dieser
Service dezentral aufgebaut. Ein einzelner Nameserver kennt nur die
Zuordnungen eines kleines Teils des Netzes, weiß aber, wo er nachfragen
muss.
HTTP und HTTPSHypertext
Transfer Protocol (Secure), das
Protokoll, mit dessen Hilfe beispielsweise HTML-Seiten übertragen
werden. Für verschlüsselte Verbindungen benutzt man die auf SSL
basierende ,,secure`` Variante. Sie ermöglicht außerdem eine
gegenseitige Authentifizierung von Client und Server.
SSHSecure SHell, eine auf SSL
basierende Möglichkeit, eine verschlüsselte Verbindung zwischen
mehreren Rechnern aufzubauen. Hauptsächlich dient dieses Programm
dazu, eine Kommandozeile auf dem entfernten System zu bekommen. Jedoch
ist SSH noch weit leistungsfähiger.
SSLSecure Socket Layer, ein
Verschlüsselungsprotokoll, dient als Grundlage für HTTPS und SSH.
ARPAAdvanced Research
Projects
Agency, die für die Anfänge des Internet zuständige
Militärbehörde.
IRCInternet Relay Chat, ein Verbund von
Internet-Rechnern, die auf Kanäle aufgeteilt eine dem CB-Funk
ähnliche schriftliche Kommunikation ermöglichen.
SharewareProgramme, die
meistens direkt beim Programmierer gekauft werden können und nicht
über Zwischenhändler vertrieben werden. Zwar
erreichen sie nicht immer die gleiche Professionalität wie die
Programme großer Softwarehäuser, dafür sind sie aber billiger, und
die Unterstützung durch den Programmierer oft
engagierter. Normalerweise kann man Shareware in laufzeit- oder
funktionsbeschränkten Versionen frei beziehen und erhält nach
Zahlung des Kaufpreises die Vollversion.
Quell- oder
SourcecodeNormalerweise
werden Programme in einer so genannten
Hochsprache geschrieben, die in dieser Form für den Computer nicht
verständlich ist. Die Umwandlung in ausführbaren Code geschieht mit einem
Compiler.
DVIdevice independent, ein von
TEXund LATEXerzeugtes Format
ASCIIAmerican Standard Code
for Information Interchange, ein auf 7 Bit standardisierter
Code, der die gewöhnlichen Buchstaben und Satzzeichen mit Ausnahme der
nationalen Sonderzeichen umfasst.
RTFRich Text Format,
wiederum eine Eigenentwicklung von Microsoft, die aber inzwischen so weit
verbreitet ist, dass sie von allen ,,großen`` Textverarbeitungen gelesen
werden kann.
=0
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Jochim Rolf Selzer
2003-03-14