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Windows-Programme laufen nicht unter Linux

Wer seine Programmsammlung unter Windows aufgebaut hat, wird diese ungern wegwerfen wollen, zumal vielleicht das eine oder andere Programm keine Entsprechung unter Linux besitzt. Zur Zeit gilt dies vor allem für die Fülle an Edutainment-CDs und Nischenanwendungen wie beispielsweise Notensatz- und DTP-Programme. Eingeschränkt ist auch der Spielesektor betroffen. Doch einerseits erscheinen inzwischen auch viele Spiele unter Linux -- zum Teil werden sogar kostenlose Versionen von Spielen angeboten, die unter Windows nicht frei sind --, andererseits befindet sich der restliche Markt auch im Aufbruch. Zumindest für die klassischen Anwendungsgebiete des PCs, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Internet und Programmierung, stehen unter Linux inzwischen kostenlose Alternativen zur Verfügung, die den Vergleich zu kommerziellen Anwendungen ohne weiteres stand halten. Vor allem bei Internet-Anwendungen liegen unter Linux deutlich mächtigere Werkzeuge vor.

Wer dennoch auf seine Windows-Umgebung nicht verzichten möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder nimmt er eine Doppelinstallation vor, wobei wahlweise Windows oder Linux gestartet wird, oder er benutzt vmware. Dieses Programm simuliert einen kompletten PC unter Linux. Auf dieser virtuellen Maschine kann ein beliebiges Betriebssystem installiert werden -- DOS, Windows oder sogar ein weiteres Linux. Ein angenehmer Nebeneffekt besteht übrigens darin, dass ein unter vmware installiertes Windows stabiler läuft als gewöhnlich. Einziger Nachteil: vmware ist keine Freeware. Einige sehr gute Informationen zur Installation von vmware finden sich in [uPS99], zu Linux-Windows-Doppelinstallationen unter [uPSBS99].


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Jochim Rolf Selzer 2003-03-14