Fernwartungstools sind von sich aus nichts weiter Schlimmes. Sie ermöglichen es, Computersysteme von einem entfernten Rechner zu warten. Einige dieser Programme besitzen die sonderbare Möglichkeit, so gestartet zu werden, dass sie von gerade am kontrollierten Rechner arbeitenden Menschen nicht bemerkt werden. Wieder andere Programme sind zu keinem anderen Zweck geschrieben worden, um unbemerkt über anderer Leute Rechner Kontrolle zu erlangen. Prominentester Vertreter dieser Gattung ist zur Zeit ,,Back Orifice``. Mit diesen Programmen kann man auf dem angegriffenen Rechner buchstäblich alles, was jemand direkt vor der Konsole könnte, vom Lesen und Schreiben beliebiger Dateien bis hin zum Öffnen der CD-Schublade. Wer glaubt, mit seinem nur zeitweise online gehenden Rechner vor derartigen Angriffen gefeit zu sein, irrt sich: Gute Fernwartungstools informieren ihren ,,Meister`` natürlich per Email, wenn sie online sind.
Zum Glück gelangen solche Programme nicht von selbst in das System, sondern müssen vom Angegriffenen erst einmal installiert werden. Doch das kann schneller geschehen, als einem lieb ist. Ein Programm, das von einer dubiosen ,,Warez``-Site heruntergeladen wurde, kann Träger eines Fernwartungstools sein[Luc99b].