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Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten sich wenigstens etwas gegen die
Datensammelwut einiger Seitenanbieter zur Wehr zu setzen, doch haben diese
Maßnahmen auch jeweils ihre Tücken.
- Cookies ausschalten: Generell ist es eine gute Idee, bei
mehrfachen Besuchen einer Seite unerkannt zu bleiben, immerhin bekommt man
so gut wie nie mitgeteilt, was mit den über Cookies gewonnenen Daten
geschieht. Andererseits macht man es sich zu leicht, wenn man Cookies
generell verdammt. Unter Umständen können sie sogar sehr nützlich
sein. Beispielsweise können so kompliziertere Einstellungen einer
Suchmaschine bei nächsten Besuch wieder hergestellt werden, oder eine
Nachrichtenseite zeigt nur die Neuigkeiten an, für die man sich bei einem
früheren Besuch ausdrücklich entschieden hat. Kurz: Cookies sind nicht
von vornherein Teufelszeug, und einigen Sites kann man durchaus zutrauen,
damit verantwortungsvoll umzugehen. Leider sind die wenigsten Browser
bislang in der Lage, differenzierte Mechanismen zum Annehmen und Ablehnen
von Cookies anzubieten. Ein zweites Problem ist, dass einige Hosts nur
dann Zutritt gewähren, wenn man Cookies eingeschaltet hat.
- Java, JavaScript und ActiveX ausschalten: Vorsichtig gesagt
halten sich die nützlichen und sinnvollen Anwendungen von aktiven
Inhalten in engen Grenzen. Fähige Webmaster schaffen es, gänzlich ohne
sie auszukommen. Und das gibt auch Sinn, beziehen sich doch fast alle
bekannt gewordenen Browser-Sicherheitslücken der vergangenen Zeit auf
sie. Aber auch hier verfolgen einige Seitenbetreiber eine wenig
surferfreundliche Politik: Wer aktive Inhalte deaktiviert, wird einfach
nicht auf die Seite gelassen.
- Laden von Grafiken ausschalten: Das empfiehlt allerdings niemand
ernsthaft, weil man dann auf vielen Seiten nichts mehr sehen
würde. Gänzlich falsch ist die Idee allerdings auch nicht, immerhin
wäre damit Datensammelstellen wie DoubleClick damit die Grundlage
entzogen. Einen einigermaßen sinnvollen Ansatz bieten Programme wie
WebWasher, die das Laden von Werbebannern unterbinden. Zur nun werbefreien
Seite haben solche Programme noch den Nebeneffekt, das Laden der Inhalte
zu beschleunigen. Aber auch hier schalten viele Seitenbetreiber auf stur
und lassen nur Leute herein, die das Laden von Werbebannern
zulassen. Davon abgesehen ist WebWasher natürlich immer etwas auf Raten
angewiesen, wenn es darum geht, ein Werbebanner als solches zu
erkennen. So werden einerseits nicht unbedingt alle Banner abgelehnt,
andererseits kann es auch vorkommen, dass wichtige Steuerelemente nicht
dargestellt werden.
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Jochim Rolf Selzer
2003-03-14