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Eine Netzseite zeigt mehr von der eigentlichen Persönlichkeit, als man
möchte. Was spiegelt beispielsweise eine Seite wieder, auf der zwar
zentnerweise irgendwelche Gemeindebriefe zum Abruf liegen, diese aber nur als
ungepackte Word-Dateien, und die keine Möglichkeit bietet, Emails an die
Gemeinde zu schicken oder, noch schlimmer, die auf Emails nicht antwortet?
Stimmt, diese Gemeinde hat nichts begriffen, weder vom Internet, noch von
Öffentlichkeitsarbeit. Vom Internet nichts, weil sie schlicht ignoriert, dass
nicht alle Computerbenutzer Microsoft-Betriebssysteme nutzen und
Dateien aus Kostengründen grundsätzlich so kompakt wie möglich
verschickt werden, weiterhin von Öffentlichkeitsarbeit nichts, weil sie zwar
der Welt in epischer Breite das eigene Befinden mitteilt, sich aber einen
Kehricht um die Meinung der Leute schert. Es gehört zum Wesen des Internets,
dass alles und jeder kommentiert werden kann und auch wird. Wer hier redet,
muss auch zuhören können -- gerade als Kirche. Diese Gemeinde nimmt also
offensichtlich ihren Netzauftritt nicht ernst. Nimmt sie überhaupt irgendwen
oder irgendwas ernst?
Um sich Enttäuschungen zu ersparen, sollte man sich also folgende Fragen
stellen:
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Jochim Rolf Selzer
2003-03-14