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...geht auch schief.

Oft werden Netzauftritte von hoch motivierten Leuten und mit den besten Absichten in Angriff genommen. Diese investieren viel Zeit und Mühe in die Gestaltung von Webseiten. Allerdings unterlaufen ihnen dabei häufig vermeidbare Fehler, die im günstigsten Fall ihre Seiten einfach nur abschreckend, im ungünstigsten Fall es schlicht unmöglich machen, sich die Seiten auch nur anzusehen.

Zu den beliebtesten Patzern zählen:

Wollte Gott, ihr schwieget, so wäret ihr weise. (Hiob 13,5)
Ein Narr, wenn er schwiege, würde auch für weise gerechnet und verständig, wenn er das Maul hielte. (Sprüche Salomonis 17, 28)

Insbesondere bei kirchlichen Angeboten kommt ein weiteres Problem hinzu: Die Seiten werden in der Regel von Ehrenamtlichen oder Pastoren in ihrer Freizeit verwaltet. Ihre zeitaufwendige und unbezahlte Tätigkeit macht sie besonders empfindlich gegenüber Kritik. Verbesserungsvorschläge werden sofort als persönliche Beleidigung angesehen. Allein die Tatsache, dass sie lange für etwas gebraucht haben, heiligt in ihren Augen das Ergebnis. Dass man in viel Zeit auch viel falsch machen kann, entgeht ihnen.

Gute Tipps, wie die schlimmsten Fehler vermieden werden können, finden sich in [Him99].

Die in Kapitel [*] angesprochene Gefahr der weltweiten Blamage ist dabei durchaus real. Es haben sich Gruppen gebildet, die das Netz gezielt nach stümperhaft gemachten Inhalten durchsuchen und diese gnadenlos dem Gespött preisgeben. Für den deutschsprachigen Raum seien hier beispielhaft die ,,Müllseite des Monats`` und der ,,Warmduscher der Woche`` erwähnt.

Fazit: Für Einrichtungen mit Internet-Anschluss ist nur eins schlimmer als keine Homepage: Eine Homepage.


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Jochim Rolf Selzer 2003-03-14